2025: Ich fange jetzt einfach mal an…

Nach den letzten Jahren meiner Abwesenheit hier habe ich beschlossen, dass ich 2025 mehr für mich tun möchte, wieder zu mir zurückfinden will. Wahrscheinlich geht das zunehmend vielen so. Und weil ich mich gerade so in Nostalgie suhle und voller Wehmut alte Blogeinträge lese und mich nach früheren Zeiten sehne (was haben wir damals alles unternommen. Und gekocht. Und gebacken. Und ausprobiert.), möchte ich hier versuchen, wieder etwas Motivation zu finden. Leser*innen habe ich vermutlich keine mehr (Blogs sind ja ohnehin sooo 2000er), aber darum geht es vorrangig auch gar nicht. Mir tut das Schreiben einfach gut und ich fühle dadurch automatisch mehr Drang, schöne Erlebnisse für mich, für uns zu kreieren. Und das ist gerade so bitter nötig, ich merke es selbst bei den Kindern, dass sie ausgebrannt sind.

Witzigerweise habe ich hier in den Entwürfen einen nicht-veröffentlichten Text aus 2023 gefunden, der im Grunde genommen auf dasselbe abzielt:

Wie schön, dass ich so berechenbar bin und anscheinend zu jedem Jahresbeginn auf die große Metamorphose hoffe. Alltag raus, Kreativität rein. Und jedes Jahr vergesse, nein, verliere ich nach ein paar Wochen das Interesse wieder. Verdammt. Trotzdem: auf ein Neues dann eben auch in diesem Jahr wieder.

Ich vergesse so unfassbar viel und weine den nie aufgeschriebenen Anekdoten und Erinnerungen nach…

Das Kind sagte neulich, nachdem ich mit frisch ge-balayage-ten (habe den Unterschied zu Strähnchen noch immer nicht verstanden, aber okay, es kostet mehr) heim kam, „Uh, Mama, du siehst fresh aus. Wie auf den Fotos bei deinem Junggesellinnenabschied.“ Ha. Jeden Cent wert, dieser Friseurbesuch. Meine Party war vor 13 Jahren. Taahaaa.

Vielleicht ist es dieses Jahr auch anders, dringlicher, mit den Veränderungen, da ich gerade eine Lipödem-OP hinter mir habe, die mich wirklich aus der Bahn geworfen hat. Im letzten Jahr hat die Krankheit bei mir einen ordentlichen Schub gemacht und abgesehen von den optisch unschönen Veränderungen hatte ich auch nervliche Beeinträchtigungen und öfter Wasser in den Beinen. Das Alltagsleben war aber durchaus erträglich, ich kannte es ja nicht anders, was die schweren Beine und die leichten Schmerzen und blauen Flecke anging. Trotzdem habe ich mich beraten lassen und danach – aus Panik – beschlossen, die Operation zu machen. Ausschlaggebend war letztendlich, dass der Chirurg mir sagte, dass man das im momentanen Zustand (Stadium 2) noch in einer OP machen könnte, wenn es allerdings schlimmer würde, zwei benötigt. Und das wollte ich auf gar keinen Fall.

Im Vorfeld habe ich mich so selektiv wie möglich informiert und daran festgeklammert, dass man nach 3-4 Tagen wieder „mobil“ ist, was ich mit „gesund“ gleichgesetzt habe. Riesiger Irrtum. Die erste Woche nach der OP konnte ich kaum aufstehen, weil mein Körper so geschwächt und der Kreislauf am Boden war. Mobil hieß zwar, dass ich laufen konnte, mir aber ständig schwarz vor Augen wurde. Nach den ersten Tagen wurde dann der Kreislauf besser, dafür kam aber die Schwellung und Wassereinlagerungen in den Beinen, die sich anfühlten, als würden sie platzen.

Jetzt bin ich in Woche 3 und immer noch weit von fit entfernt. Über den Knien haben sich Serome, sozusagen Wasserblasen, gebildet, die eventuell von alleine wieder weggehen oder aber punktiert werden müssen – was ich natürlich nicht hören will. Die Beine sind noch taub und kribbelig, gleichzeitig spüre ich aber jede noch so leichte Berührung unangenehm. Meine Knöchel sind geschwollen und tun weh, im Rist und den Zehen fühlt es sich an, als würden die Nerven absterben. Und innerlich ist es, als würde das Fleisch mit der Haut zu eng verwachsenen und bei jedem Aufstehen wieder ein bisschen reißen. Wobei das noch das Erträglichste ist.

Grundsätzlich glaube ich, dass hauptsächlich meine Psyche durch die ganze OP und Narkose – und meine falschen Erwartungen – angeknackst wurde und es deswegen so verdammt mühsam ist.

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