Süßes zu Ostern gefällig?

Sodele (ich habe übrigens schwäbische Wurzeln – auch wenn das das einzige Wort ist, das ich halbwegs korrekt aussprechen kann -, und manche Auftakte lassen sich einfach am besten damit starten.).

Also, sodele.

Kleines Update: mein Gemüse lebt noch. Noch. Aber anscheinend leben auch noch andere Dinge darin. Wir hatten gestern sehr viele kleine Fliegenkäferchen am Fenster und ich mache die Pflanzen dafür verantwortlich. Deshalb wollte ich sie also im wahrsten Sinne des Wortes vor die Tür setzen, um nach kurzem Googeln festzustellen, dass das nichts wird, weil sie erst in ein bis zwei Monaten nach draußen dürfen. Och nööö. Was mache ich denn jetzt damit?

Im Beet wohnen jetzt übrigens auch noch Ameisen. Und bis vor Kurzem die Hasen, die haben wir nun aber aus unserem Garten in ihren eigenen verbannt, weil sie die ganzen Tulpen wegfressen. Dafür graben die Hasen des anderen Nachbarn gerade einen Tunnel zu uns. Hurra. Ein Krähenpärchen scheint auch Platzrechte anzumelden. Ich hatte zur Hasen-Abschreckung die Tulpen mit Öko-Schafwollflöckchen behängt und auch das Beet damit abgedeckt, was wiederum die Krähen ziemlich gut für ihren Nestbau fanden und mir die ganzen Flusen geklaut haben. Da wohnt man schon extra in der Stadt und wird dann trotzdem mit dem ganzen Viechzeugs konfrontiert (Achtung, hier ist ein Hauch Ironie impliziert… heutzutage weiß man ja nie, wann ein Shitstorm über einen hereinbricht.).

Was ist Beet nicht wohnt oder gedeiht, sind meine Samen. Nada. Niente.

Dann hatte ich, nachdem ich Bärlauch im Garten entdeckt habe, die andere glorreiche Idee, die Google mir auch direkt vermiest hat: selbst Bärlauchpesto machen. Aber natürlich, natürlich hat Bärlauch giftige Doppelgänger, nicht nur einen, sondern gleich drei. Und weil der Gatte und ich anhand eine Bildes beide synchron, aber falsch auf das giftige Kraut statt des originalen Bärlauchs getippt hatten, lasse ich das mit dem Garten-Pesto jetzt sein und hole den Bärlauch lieber im Biomarkt. Aber hey, positiv: vor Fuchsbandwurm muss man sich keine Sorgen machen, denn das ist wohl sehr unwahrscheinlich. Supi. Kein Leberschaden, aber tödlich könnt’s halt enden.

Und jetzt zum eigentlichen Thema, dem ich diesen Post widmen wollte: Essen! Genauer gesagt: Süßkram. Ich stelle gerade fest, dass mir Kochen und Backen seelisch guttut, nachdem ich in den letzten Monaten zu nichts Lust hatte und eigentlich immer noch nicht habe, aber das in-der-Küche-stehen-und-machen entspannt mich. Die Jungs haben ganz frisch ihr erstes eigenes Kochbuch bekommen („Von einfach zu brillant – Kids“ von Donna Hay) und lieben es. Sie haben wahrscheinlich hundertzwanzig Rezepte markiert – interessanter Verlauf: zu Beginn des Buchs im Frühstücksteil fast alle, danach nimmt es ein wenig ab (nur noch Burger, Chickennuggets, Lasagne, Dumplings und Co plus eines mit Zucchini, aber dabei handelt es sich sicherlich um ein Versehen) und wird zum Ende hin bei den Desserts schlagartig wieder mehr. Bisher gab es jeden Morgen Pancakes, French Toast, Grießbrei und Pfannkuchen, heute möchte sich das eine Kind an Dumplings versuchen.

Jedenfalls möchte ich hier ein paar meiner aktuellen Lieblingsrezepte teilen, um dem geneigten Blogleser*in ein bisschen Mehrwert zu verschaffen. Falls sie/er/div denn gerne bäckt. Falls nicht, muss ich mir irgendwann noch etwas anderes einfallen lassen. Für Gartentipps bin ich jedenfalls nicht zu haben, wie ihr inzwischen vermutlich ahnt. Ich bin inzwischen allerdings ganz passabel im Erklären von Mülltrennung, was irgendwie eine Wissenschaft für sich zu sein scheint.

Von oben links: (man verzeihe mir bitte die „hingerotzten“ Handyfotos bei der all der da draußen sonst existierenden Food-Ästhetik, ich habe nie das passende Licht, die Zeit, das Sättigungsgefühl oder auch die Lust, meine wahrscheinlich sowieso nicht geladene Kamera hervorzukramen. Wollen tät‘ ich aber prinzipiell schon.*)

Datteln mit Erdnussbutter gefüllt, von Schokolade umhüllt. Ganz okay, aber nicht so spektakulär wie durch den Online-Hype erhofft.

French Toast vom Kind zubereitet und angerichtet (!) aus dem Donna Hay Kids-Buch, hier eine ähnliche, wenn auch dekadentere Version.

Der Fotocredit hier gebührt leider nicht mir (zweimal zu verfressen, um rechtzeitig ein Bild zu machen), das ist das Bild von 100krecipies – sensationeller Karottenkuchen und so simpel. Die Rolle ist kein fluffiger Biskuitteig, sondern schwerer, feuchter Kuchen und deshalb total easy zu machen und zu rollen. Habe zwei Tage nach diesem direkt eine abgewandelte sommerlichere Version mit Zucchini statt Karotten und einer Himbeer-Zitronen-Füllung versucht. Auch superlecker. Apropos Füllung: ich ersetze die meisten Cremefüllungen und Glasuren wie Buttercreme oder Frostings durch ein uraltes Rezept aus der Elle Bistro, das ich nie vergessen habe: weiße Schokolade schmelzen, ggf. Butter oder Kokosfett dazurühren, etwas abkühlen lassen und Frischkäse einrühren, dazu Limetten- oder Zitronenabrieb. Kaltstellen. Ist der Hammer.

Hinter den Gugls verbirgt sich das Rezept für diesen Zitronen-Mascarpone-Kuchen.

Der Wahnsinn: selbstgemachte Bounties. Habe die Raspeln einfach ohne Blender eingerührt, mit Kokosblütensirup gesüßt und noch etwas Limettenschale dazugegeben.

Die Törtchen haben sich dazugemogelt, sind natürlich nicht meine Kreationen, sondern von der großartigen Lea Zapf, für die ich gar nicht genug Werbung machen kann. Sie hat einen Stand am Viktualienmarkt, ihr solltet zügig nach der Öffnung gegen 12 Uhr kommen, damit ihr noch Auswahl habt. Spektakulär gut, alles. Vor allem die Luftikusse treffen genau meinen Geschmack. Und ganz aktuell das Rhabarbertörtchen, so vanillig-buttrig-zart. Mmmmm.

Die Mohnmuffins waren nicht doll, finde auch das Rezept nicht mehr, aber ich wollte die Fotos hier auffüllen. Eigentlich sollten es Donuts werden, die mir aber im ersten Durchgang komplett im Donut-Eisen kleben geblieben sind, weshalb ich auf Muffinförmchen umschwenken musste. Tja.

Die Pfirsich-Tarte dagegen überzeugt voll und ganz, ist dasselbe Rezept (s.u.) wie für die Himbeer-Tarte ganz rechts, ist sehr anpassungsfähig und geht in meiner Variante rasend schnell, man braucht nicht einmal einen Mixer.

Ich nehme fertigen Mürbe- oder Quicheteig, lege ihn in die Tarteform, steche ihn ein paarmal ein, lege darauf das gewünschte Obst (ursprünglich ist es eine glutenfreie Aprikosen-Tarte), in meinen Fall Pfirsiche aus dem Glas, weil ich nichts anderes finden konnte. Die zweite Version ist mit frischen Himbeeren und aktuell warte ich ganz sehnsüchtig auf den ersten Rhabarber, weil das sicher fantastisch passt. Darüber die Sahnemischung, in die ich gemahlene Vanilleschoten und/oder Tonkabohne gebe und dann für etwa 40 Minuten in den Backofen. Der Kuchen macht sich zwar auch lauwarm gut, ist aber meiner Meinung nach besser, wenn er gekühlt wurde. Konsistenz der Füllung ist puddingähnlich, die Tarte erinnert an Clafoutis. Die Variationen sind endlos – mit Blaubeeren und vielleicht etwas Schmand oder Creme Fraiche in der Sahne-Ei-Mischung, dazu geriebene Zitronenschale, mit Stachelbeeren, mit natürlich frischen Aprikosen, Nektarinen, Pfirsichen, Kirschen, Erdbeeren jetzt im Frühjahr, geraspeltes Marzipan in der Sahne aufgelöst und so weiter…

Und zuletzt meine neueste Neuentdeckung – totale Begeisterung an dieser Stelle: Karamellsauce ohne Karamell, dafür aus Datteln. Bwoah. Der Geschmack ist tatsächlich nahe an Karamell, aber – vermutlich auch wegen des Esslöffels Mandelmus, den ich noch dazu gegeben habe – mit einer leichten Marzipannote. Ich könnte mich reinlegen. Den ersten Auftritt hatte sie zu Pistazieneis mit süß-salzigem Popcorn, sehr, sehr gute Kombi. Seitdem träufle ich sie über nahezu alles. French Toast, Pancakes, Kuchen…

Da fällt mir gerade noch das Rezept für selbstgemachtes Nippon ein, das kam auch sehr gut an und ist fix zu machen. Fotos habe ich vor lauter Gier vergessen.

*Das Kind hat die Fotos oben gesehen und sagte mir, dass er dachte, dass das wieder was bei Insta wäre und dass er sie ganz toll professionell findet und ich doch bitte stolz sein darf. Hach. Mein Herzchen. Fühle mich dennoch sehr nach Freizeitanfängerbloggermuddi (was ich de facto ja auch bin, aber ich würde das trotzdem gerne besser machen) bei all dem schönen, surrealen Content da draußen im Netz.

Schöne Ostern!

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